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Nach Aussage des Wiesensteiger "Schneidermeisters" hat
es den Elferrat schon immer gegeben.
Na ja, schon "immer" ist vielleicht nicht ganz korrekt, doch gab es
Fasnet und närrisches Treiben schon vor dem 1. Weltkrieg (
siehe Narrenzeitung). Man wird annehmen dürfen, dass es sich hier um eine informelle Gruppe
von Aktivisten gehandelt hat. Unterlagen über die tarsächlichen Ursprünge sind
leider nicht mehr zu finden.
Bis in die 70er Jahre hinein
trugen die elf Herren einen schwarzen ‚Gogs’
(Melone), inzwischen
Narrenkappen im rheinischen Stil. Die Melonen werden aber noch bei Außenveranstaltungen
getragen.
Bei den Prunksitzungen bietet der Elferrat meist eine Gesangs- und
Showeinlage. Er gehört zum Hofstaat des Prinzenpaares und führt beim
Umzug einen eigenen Wagen.
Inzwischen hat die Fasnets-Gesellschaft
eine Satzung (erste Fassung 1970, geändert 1981), die jeden erwachsenen
Wiesensteiger als Mitglied vorsieht. Zu Beginn des Rechnungsjahres
(11.11.) findet eine öffentliche Hauptversammlung statt, mit Wahlen und
weiteren Grundsatzentscheidungen. Jedes Jahr nehmen etwa 40 bis 50 Leute
daran teil, damals ca. 5% Frauen.
Für die generelle Organisation der Fasnet ist der Elferrat zuständig.
Es gibt detaillierte Pläne
für den Umzug und alle Veranstaltungen, wie auch die
Prunksitzungen werden stets generalstabsmäßig geplant.
Die Fasnets-Gesellschaft ist auch sonst über das ganze Jahr aktiv. Dem
allgemeinen Boom der Straßenfeste folgend gibt es seit 1974 den
‚Wiesensteiger Schluck’. Der Plan taucht in einem Protokoll einer
Elferratssitzung nach der Fasnet 1974 zum ersten Mal auf. Der Elferrat
ist für die gesamte Planung und Organisation verantwortlich.
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